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Zarpen (vorm. Scerben, Cerben, Tzerben, Serben, Zerben), Kirchdorf an der Heilsau, ½ Meile (*) nördlich von Reinfeld, Provinz Plön. Dieses Dorf wurde bereits im Jahre 1189 erwähnt und damals schon dem Kloster Reinfeld überwiesen. Bereits 1269 war der Ort mit dem Lübschen Recht bewidmet und hatte einen Bürgermeister und Rat, was noch 1476 der Fall war. Der Ort, wo der Rat zusammen kam, wurde Spel-Garde genannt. Das alten Urkunden angehängte Stadtsiegel enthält oben das Holsteinische Nesselblatt, darunter einen Halbzirkel mit der Figur eines Abtes und an beiden Seiten zwei Türme. Jetzt sind von der ehemaligen städtischen Qualität keine Spuren mehr übrig geblieben. Gegenwärtig enthält das Dorf Zarpen 1 Vollhufe (*), 2 Dreiviertelhufen (*), 10 Halbhufen (*), 1 Zwölftelhufe und 21 Kathen (*) (10 23/24 Pflüge (*)); eine ausgebaute und mit der unter der Dorfschaft Heidekamp erwähnten Erbpachtsstelle Schohwisch zu einem Besitz vereinigte Krugstelle heißt Zarpener Heckkathe. Mehrere Stellen (*) im Dorf werden auf der Horst, andere auf der Trift genannt.

Die Kirche wird bereits 1259 erwähnt; sie ist in ihrer jetzigen Gestalt wohl ziemlich spät, etwa im 16. Jahrh. erbaut, ist geräumig und hell und hat einen ziemlich großen, achteckigen Turm. Den Prediger ernennt der König. Vor dem Pastorenhause steht noch ein altes Torhaus, durch welches man erst auf den Hof gelangt.
Eingepfarrt vom Amte Reinfeld: Badendorf, Dahmsdorf, Eckernschmiede, Ekenhorst, Fliegenfelde, Hermannssöhlen, Hauberg, Heckkathen, Heilshoop, Krübbenberg, Langenjahren, Lütjenfelde, Mannhagen, Mönkhagen, Mönkhagener-Altenhof, Mönkhagener- Neuenhof, Mönkhagenerteich, Neukoppel, Neumühlen, Niendorf, Ottenhof, Pasewerk (z. Teil), Pöhls, Weberkathe, Ratzbek, Rehorst, Steinkoppel, Torfkathe, Voßkathen, Pöhlserhof, Willendorf, Wormsbrook, Zarpen. Schule (120 Kinder) - Vz.: 570 Personen, worunter 3 Krüger und mehrere Gewerbetreibende. - Areal: 995 Tonnen (*), worunter 7 Scheffel (*) a 320 Quadrat Ruthen (*), 1254 Steuertonnen (*), worunter 4 Tonnen Erbpachtsland und 77 Tonnen Parcelenland. Der westlich dem Dorfe belegene jetzt trocken gelegte herrschaftliche Strukteich hat ein Areal von 28 Tonnen 4 Scheffel 30 ½ Ruthen a 320 Quadrat Ruthen. Zwei Gemeinweiden hießen 1788 Straßengrund und Eckerberg. Ein Landstück heißt Wennengrubenwisch.
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock

(*) Für Erklärungen der mit einem (*) versehenen Begriffe und Maße, gehen Sie bitte zu INFO auf dieser web site.


Zastorp (Tzerestorp), ein ehemaliges Dorf, welches vormals zum Segeberger Kloster gehörte, zur Zeit des Königs Christian I. aber schon wüst lag; bei demselben lag damals der Rickneraniger-See. Schon 1216 wird Tzerestorp unter den Klosterbesitzungen aufgeführt. Vergleiche Richkerstorp.
Schleswig-Holstein Topography Series.
Quelle: Schroeder/Biernatzki 1856
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock

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Ziegelkoppel, eine Erbpachtstelle an der Müssener Scheide, im Gute Muggelsfelde, Kirchspiel Schlamersdorf. – Areal: 55 Tonnen (*) á 240 Quadrat Ruthen (*).
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock

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Zienburgerschleuse (vormals Syenborg, Sienburg), eine massive Stau-Schleuse, und Schleusenwärterwohnung (Wirtshaus) an der Stecknitz, 1 ½ Meilen (*) südlich von Mölln, im Gerichtsbezirk des Gutes Wotersen gelegen (siehe Stecknitz), Kirchspiel Siebeneichen. – Im Jahre 1441 erwarb das Gut Wotersen: „dat Blick und Rum Erdes to der Syenborg.“ – Die Einkünfte der Sienburger-Schleuse wurden 1336 dem Vicarus der Heil. Geist. Capelle zu Mölln und dem Priester zu Russe von dem Herzog Albrecht verkauft.
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock

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Zingelstraße, an der, ein kleiner Hof unweit der Stadt Wilster, Amt Steinburg, Wilstermarsch, Kirchspielvogtei auf der alten Seite und zur Neßducht (*) gehörig, Kirchspiel Wilster.

Zismar, eine ehemalige Ortschaft in der Bielenbergermarsch, welche auf den Meyer´schen Karten beim Danckwerth im Kirchspiel Collmar aufgeführt wird.

Zollenspiker (Tollenspiker, vormals Eyslinghe, Yslinge, Eslinger-Zoll), ein Domanialgut an der südlichen Spitze der Vierlande an der Elbe, Amt Bergedorf, in der Landschaft Kirchwärder, Kirchspiel Kirchwärder, Schuldistrikt beim Zollenspiker ( siehe Kirchwärder, Anhang). Vormals war hier eine uralte Zollstätte; jetzt sind hier ein ansehnliches Wirtshaus nebst Branntweinbrennerei, eine Fähre für Wagen und Pferde nach Hoopte im hannoverschen nebst Fährhaus und einige Wohnungen; sämtliche Stellen sind Zeitpachtstellen. Die Fähre ist für 100 Mark Lübisch jährlich verpachtet. Zur Pachtstelle gehört der sogenannte Sulzbraak ( 200 Quadrat Ruthen (*)).- Jahrmarkt: am Dienstag der Woche in welche der 24. September fällt. – Ein starkes Pfahlwerk zur Abwehr des Elbstroms wurde 1844 mit großen Kosten hergestellt. – Der Zollenspiker ward 1420 von den Herzögen von Sachsen und Westphalen unter dem Namen Eslinger-Zoll an Lübeck und Hamburg abgetreten. – Hier und bei dem nahe gelegenen Gammerort wurden im Anfang des 17. Jahrhunderts Schanzen angelegt, die aber mit dem Zollenspiker von den Braunschweig-Lüneburgern zerstört wurden; die sogenannten Baumhöfe wurden durchgraben und die Fischteiche verwüstet. Es sind noch Spuren der Schanzen sichtbar und ein Teil des Gartens beim Pachthofe heißt noch Schanzengraben. – Am 6. April 1813 hatten die hanseatischen Truppen hier zuerst mit den Franzosen ein Gefecht.
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock

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Last Up-date: 06.10.2001 © U.&W. Boock

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