Stakendorf,
ein bedeutendes Dorf an der Schmooler Scheide, 1 ¾ Meilen(*) nordwestlich von Lütjenburg, in der Probstei und zum Kloster Preetz gehörig, Kirchspiel Schönberg; enthält 11 Vollhufen(*), 3 Halbhufen(*), 1 Viertelhufe(*), 20 Kathen(*) mit und 9 Kathen ohne Land; am Strande liegt eine Kathe mit 3 Wohnungen, deren Besitzer Fischerei treiben (s. Schönberg und Salzwiese). – Schule (130 Kinder). – Wirtshaus. – 3 Krämer, 2 Schmiede, 1 Rademacher, 1 Böttcher und mehrere andere Handwerker. – Volkszahl.: 578. – im Jahre 1793 brannten hier am 9. April 31 Gebäude ab; auch hohe Sturmfluten haben viele Verwüstungen am Strande angerichtet. – Nördlich vom Dorfe liegt eine Hölzung, die im Jahre1784 ein Areal von 311 Tonnen(*) a` 300 Quadrat Ruthen(*) hatte; das Meiste ist aber urbar gemacht. – Areal: außer dem Holzlande 947 Steuertonnen(*), darunter 118 Tonnen Wiesen. Der Boden ist teils lehmig, teils mit Sand vermischt. Einzelne Teile der Salzwiesen bei Stakendorf wurden um 1600 Hogenstein und Panstede genannt. Die Landstrecke längs der Schmooler Scheide heißt Wienfeld. – Stakendorf gehörte schon 1286 dem Kloster.
Stein,
(vorm. Sten, thom Stene, ad Lapidem), Dorf an der Ostsee, 2 Meilen(*) nordöstlich von Kiel, in der Probstei, zum Kloster Preetz gehörig, Ksp. Probsteier = Hagen. – Dieses Dorf, welches früher häufig Ueberschwemmungen ausgesetzt gewesen ist, die große Verwüstungen angerichtet haben, enthält 7 Vollhufen(*), 2 Halbhufen, 12 Kathen(*) mit und 7 Kathen ohne Land; eine südlich ausgebaute Hufe heißt Hohenstein; von den Kathen liegen eine Reihe unmittelbar am Strande und bilden mit den Kathen am Wentorfer Strande eine Häuserreihe. – Schule (70 Kinder). – Volkszahl: 347 Personen, worunter 2 Schmiede, 2 Zimmerleute und Tischler und einige andere Handwerker. Hier ist ein Zollassistent angesetzt. – Einwohnern in Stein gehören 3 Jachten und 6 Böte; es wird viel Korn und Obst verfahren, und auch die Fischerei ist nicht unbedeutend; Dorsche werden im Winter nach Hamburg gefahren und im Sommer besonders viele Aale und Krabben gefangen. Mehrere Einwohner haben einen guten Nebenverdienst vom Sammeln des Seetangs. – Areal: 612 Steuertonnen(*), darunter 77 Tonnen(*) Wiesen. Der Boden ist sehr gut, aber das beste Land am Ufer leidet sehr durch Überschwemmungen und Untergrabung des Wellenschlages. – Vzl. Salzwiesen. – In Stein erwarb das Kloster schon zwischen 1240 und 1250 Besitzungen von Thymmo v. Porsveld; das Dorf wird nach diesem Besitzer 1240 Ingago domoni Tymmonis (Timmshagen) genannt.
Steinholm, ein ehemaliger Edelhof am Almdorfer-See, westlich vom Dorfe Bohmstedt, in der Landschaft Bredstedt, Kirchspiel Breklum. Dieser Hof soll durch eine Wasserfluth zerstört sein ( siehe Bohmstedt). Die Spuren werden noch auf einer Anhöhe, Sternklippe genannt, südlich von Almdorf gezeigt.
Schleswig-Holstein Topographie Serie
Deutsche Quelle: Schroeder/Biernatzki
Transcription des deutschen Textes: Resi Rudat (02/2007)
(*) Erklärungen für Begriffe mit diesem Hinweis (*),
finden Sie hier .
Schleswig-Holstein Topographie Serie
Deutsche Quelle: Schroeder/Biernatzki
Transcription des deutschen Textes: Resi Rudat (02/2007)
(*) Erklärungen für Begriffe mit diesem Hinweis (*),
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Schleswig-Holstein Topographie Serie
Deutsche Quelle: Schroeder/Biernatzki
Transcription des deutschen Textes: Ute Boock (2006)