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Sarkwitz (vormals Serkevitze), ein großes Dorf 1 5/8 Meilen nordwestlich von Travemünde, im Fürstentum Lübeck, Amt Schwartau, Kirchspiel Gleschendorf. Dieses Dorf gehörte bis zum Jahre 1793 dem Domcapitel in Lübeck und enthält 20 Hufenstellen (*), 10 Eigenkathen (*), 20 Altentheils- und Hufenkathen und 1 Armenkathe. Schule mit 90 Kindern. Volkszahl: 434 Personen. Zwei Wirtshäuser, eine Brauerei und eine Brennerei, eine Ziegelei, drei Hökereien, eine Schmiede und einige Handwerker. Areal: 551 Bonitätstonnen. Die Ländereien sind nicht vermessen. Der Boden ist verschiedenartig, teils ein guter Mittelboden, teils schwerer Art, teils etwas sandig.
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Wolfgang Boock

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Satjendorf, ( Sartjendorf, vormals Sattekendorp) Dorf 1 1/8 Meilen (*) nördlich von Lütjenburg, im Gut Hohenfelde, Kirchspiel Gikau. Es enthält 7 Vollhufen (*), 2 Drittelhufen (*), eine kleine Pachtstelle und 49 Instenkathen (*). Ausgebaute Vollhufen heißen Haferstoppel, Haffkamp und Rossbaum, eine Kathe wird Sachskamp und 1 Fischerkathe an der Ostsee Hubertsberg genannt. - Schule mit 100 Kindern. - Wirtshaus. - Es gibt einen Schmied und einige andere Handwerker. - Areal: 609 Steuertonnen (*), worunter 56 Tonnen (*) Wiesen. Der Boden ist größtenteils ein guter Weizenboden.
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock

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Sebent,(vormals Zebente) Großherzoglich Oldenburgisches Fideicommißgut (*), zu den jüngeren Fideicommißgütern gehörig; der Haupthof liegt ½ Meile (*) südlich von Oldenburg, Ksp.Oldenburg. Dieses zum vormaligen Fürstlichen Amte Oldenburg gehörige Domanialgutkam nach dem Permutationsrecesse vom 10. Oktober 1623 an die Herzoglich Holstein-Gottorfsche Linie und ist durch die Convention vom 4. April 1769 ein immer währendes Fideicommißgut der jüngern Linie des Holstein-Gottorfschen Hauses geworden ( siehe auch Kuhof).
Es besteht aus dem Haupthofe, dem Dorfe Damlos mit Schieren und Edeberg und der Holzvogtswohnung auf dem Schwarzendamm.
Es hat ein Areal von 1836 Tonnen (*) 195 Ruthen (*) a 240 Quadrath Ruthen (*) (4 3/8 Pflüge(*)). Der Haupthof hat ein Areal von 633 Tonnen 35 Ruthen, worunter Acker 477 Tonnen 143 Ruthen, Wiesen 123 Tonnen 108 Ruthen, Hölzung 2 Tonnen 235 Ruthen, Wasser 2 Tonnen 69 Ruthen und an Wegen und Gärten 27 Tonnen 200 Ruthen ( 1 3/8 Pflüge). Der Boden ist sehr gut, die Wiesen sind aber nur von mittelmäßiger Art.
Einzelne Ländereien heißen Edebergskoppel, Scharkoppel, Hohefeldkoppel, Klein-Hochfeld, Flehdornkoppel, Kiekbuschkamp, Gehrbruch, Elendskamp, Schaarteich, Bungsbergwiese und Stromteich. - Beim Hofe liegen 3 Instenkathen (*). Im Jahre 1855 betrug die Volkszahl im ganzen Gut: 619 Personen, die des Haupthofes: 68 Personen.
Das 1839 erbaute Wohnhaus ist für eine Pächterfamilie eingerichtet. Auf der Koppel Klein-Hochfeld westlich vom Hofe soll das ehemalige Dorf Sebent gelegen haben, welches noch im 15. Jahrhundert vorhanden war; es finden sich dort noch Spuren von Fundamenten. - Unweit des Hofes liegen auf der Edebergskoppel 2 schöne mit Buchen bewachsene Grabhügel und ein dritter auf der Schaarkoppel.
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock

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Seeth, (vormals Zethe), Dorf ½ Meile (*) östlich von Friedrichstadt in der Landschaft Stapelholm, Kirchspiel Süderstapel. Dieses Dorf soll seinem Alter nach das jüngste in der Landschaft und angelegt sein, als eine Überschwemmung das Kirchspiel St. Johannis zerstört hatte und dessen am Leben gebliebenen Einwohner sich hier niederließen. Das Dorf liegt auf der Geest und enthält 68 Vollstaven, 3 Dreiviertelstaven, 13 Halbstaven, 5 Viertelstaven, 11 Kathen (*) und 8 Freistellen (52 Pflüge(*)). - Distriktschule. - 2 Armenhäuser, 3 Wirtshäuser, 2 Schmiede und mehrere Handwerker. - Es sind hier 2 Schützengilden, die schon 1682 und 1792 gestiftet wurden. - Areal: 2100 Demat, von denen 329 Demat (*) Geestland, die übrigen Marschland sind ( 1890 Steuertonnen(*)). - Vieles und größtenteils das beste Marschland gehört Auswärtigen, welche zu den Personal- und Kommunalkosten nichts beitragen, weshalb der Wohlstand der Einwohner sehr gesunken ist. - Von Seeth führt eine Chaussee nach Friedrichstadt.
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock

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Simonsberg, (Häkelkoog), ein Marschdistrikt mit einer Kirche. 1 Meile (*) südwestlich von Husum, Distrikt Simonsberg, Amt Husum, Provinz Husum. Die hier auf diesem Überreste der alten Lundenbergerharde (*) vorhandenen 56 Wohnstellen mit und 11 Wohnstellen ohne Land (7 2/3 Pflüge (*)) liegen in einer Länge von ½ Meile am Deiche zerstreut. Ein östlich gelegenes Haus wird Dreisprung genannt. Simonsberg bildet einen eigenen Distrikt und hatte ein eigenes Gericht. - Distriktschule. - 4 Wirtshäuser, Schmiede und mehrere Handwerker. Einige Einwohner ernähren sich von der Fischerei. - Die älteste Kirche ging in der Flut 1532 unter, neue Kirchen wurden 1545 und nachdem diese vergangen 1654 erbaut. Das im Jahre 1717 ganz untergegangene Kirchspiel Padeleck war eingepfarrt. Die Kirche wurde deshalb auch die "Padelecker" genannt. Erst nach dem Jahre 1717 führte sie stets den Namen "Simonsberg". Die jetzige Kirche wurde nach dem die alte Kirche 1828 abgebrochen werden musste, in den beiden darauf folgenden Jahren südlicher erbaut. Sie liegt auf dem Außendeich, ist einfach, recht hübsch und hat einen niedrigen Turm. - Der Prediger wird von der Gemeinde, mit königlicher Genehmigung gewählt. - Eingepfarrt: Dreisprung, Simonsberg. - Der Boden ist leichte Marsch und an der Westseite sandig. Das bedeutende Vorufer wird als Weide benutzt. Einwohnerzahl des Kirchspiels: 366.
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock

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Sonderburg, (Sönderborg), Stadt auf der Insel Alsen, am Alsener Sund, welcher die Insel vom Land Sundewith trennt. Provinz Sonderburg. Die Stadt liegt an einer Anhöhe. Es lässt sich nicht mit Gewissheit bestimmen, wann die Stadt und das in der Nähe liegende Schloß (die Burg) erbaut wurden. Es finden sich Aufzeichnungen, dass die Anlage der Burg zum Schutze gegen die Wendischen Seeräuber bald nach 1169 erfolgte. Die Burg soll zuerst bei Stavensbüll Föhrde (wo jetzt das Schloss Augustenburg liegt) gestanden haben. Im Jahre 1253 wird das Schloss und der dabei befindliche Ort zum ersten mal in der Geschichte genannt. Es wurde damals vom König Christoph I. erobert und dieser ließ die Befestigungswerke abbrechen. Im Jahre 1276 traf der schwedische Fürst Magnus hier ein und schloss einen Vergleich mit dem König Erich Klipping. In den Kriegen zwischen König Waldemar III. und dem Grafen von Holstein wurde im Jahre 1358 Sonderburg eingenommen. Auf Fürbitte der Herzogin Richiza zogen die Kriegsvölker wieder ab. Sie machte die Zusage das der Herzog während der Dauer des Krieges Hilfe von diesem Schlosse erhalten sollte. Im Jahre 1410 belagerte König Erich von Pommern die Stadt und das Schloß, es gelang ihm aber nicht es einzunehmen. Im Jahre 1470 verpfändete König Christian I. Sonderburg mit Zubehör an seine Frau Königin Dorothea.
Im Jahre 1564 kam Sonderburg an den Herzog Johann von J. und verblieb in der herzoglichen Familie bis König Friedrich III. die verpfändete Stadt einlöste. Im Jahre 1657 wurden Stadt und Schloß von Schweden besetzt und auch im folgenden Jahr lag hier der schwedische Oberst Aschberg mit seinem Corps. Die Schweden wurden von den Alliierten vertrieben, welche die Stadt plünderten. Im Jahre 1659 wurde das Schloß nochmals von den Schweden gestürmt, die aber mit einem Verlust von 150 Mann zurückgeschlagen wurden. Im Jahre 1666 am 27.ten November wurde durch eine Feuersbrunst eine ganze Straße eingeäschert, wodurch viele Einwohner verarmten.
Die Stadt hat seit dem Jahre 1730 ein besseres Ansehen erhalten. Sie zeichnet sich besonders durch ihre schöne Lage am Alsener-Sund und durch eine sehr fruchtbaren Gegend der Insel Alsen aus. Im Osten der Stadt erhebt sich eine Anhöhe mit mehreren Windmühlen die zum Kirchspiel Ulkebüll gehören. Von dieser Anhöhe hat man eine sehr schöne Aussicht über den größten Teil der Insel. Die Stadt wird in drei Quartiere und St. Jürgensbye eingeteilt und hat 540 Häuser. Davon in St. Jürgensbye 148. Öffentliche Plätze und Straßen heißen: der Marktplatz vor dem Rathaus und der so genannte Platz (Hopfenmarkt), die Perlenstraße vom Baum bis zur Fähre, die Süderstraße und die Norderstraße (Havboegade). Nebenstraßen oder so genannte Gyden sind: Schlossstrasse, Kirchenstraße, Zollstraße, Apfelstraße (Aeblegyde), Kesselschmiedestraße, St. Jürgenstraße und Lilienstraße. Seit 1851 sind die Straßen durch Laternen erleuchtet. Das mitten in der Stadt liegende Rathaus ist neu erbaut. Ein Gebäude in der Stadt, welches in der Perlenstraße am Markt liegt und 2 Stockwerke hat, ließ der Herzog Ernst Günther als Residenzschloß erbauen. Nachdem aber das Augustenburger Schloß vollendet war, wurde es zum Witwensitz der herzoglichen Familie. Dieses Haus wurde 1751 mit einigen Privilegien verkauft. - In der Stadt zeichnet sich der bekannte ehemalige Bothmann'sche jetzt Thomsen'sche Kunst- und Handelsgarten aus.
Zahl der Einwohner: 3327 Personen. Unter diesen gibt es Handwerker aller Art, von denen sich besonders die Schiffbaumeister auszeichnen. Die Kaufleute bilden eine Compagnie. Schon seit 1681 bilden die Schiffer eine eigene Gesellschaft , deren Statuten am 12.ten März 1783 die königliche Bestätigung erhielten. - Die Haupterwerbszweige der Einwohner sind außer den städtischen Gewerben der Handel und die Schiffahrt, welche jetzt wieder im Aufblühen ist. Im Jahre 1795 besaß die Stadt 67 Schiffe, nach Flensburg und Apenrade die meisten im Herzogtum. Jetzt hat die Stadt noch 49 Schiffe.. Einige neue Schiffe liegen noch in der Werft auf dem Stapel. Die Sonderburger Förde kann Linienschiffe aufnehmen und bei den beiden Schiffsbrücken können 18 Fuß tiefe Schiffe anlegen. Sonderburg hat drei Schiffswerften, wo das ganze Jahr hindurch neue Schiffe gebaut und alte repariert werden. Hier sind 2 königliche Fähren für Wagen über den Sund nach Dyppel auf Sundewith. Die Stadt hat die halbe Fährgerechtigkeit für 505 Reichstaler jährlich gepachtet. Man beabsichtigt jetzt aber eine Brücke über den Sund nach Sundewith zu bauen, wodurch der Verkehr sehr erleichtert würde. Eine Brücken- und Hafenordnung erhielt 1778 die königliche Bestätigung.
Die Stadt besitzt 1 Apotheke, 1 Buchdruckerei, 1 Zuckersiederei, 2 Kalkbrennereien, 1 Eisengießerei, 9 Branntweinbrennereien, 2 Bayerische und mehrere andere Bierbrauereien, 6 Gärbereien. Die beiden Sonderburger Erbpachtsmühlen gehören zum Amt Sonderburg, Süderharde. Außerdem sind hier 4 Windmühlen, 2 Dampf-Ölmühlen und eine Öl-Windmühle.
Der Magistrat besteht aus einem Bürgermeister, welcher zugleich Stadtsekretär und Stadtvogt ist und 3 Rathsverwandeten. Der Amtmann der kombinierten Ämter Apenrade und Sonderburg ist Oberbeamter der Stadt. Das Wappen der Stadt ist eine mit einem kleinen Turm versehene und von Wasser umgebene Burg mit drei Toren. - Die erste Kirche (vielleicht eine Kapelle) soll im Süden der Stadt, zwischen dem Probsten Haus und der Mühle gelegen haben. Die jetzige Kirche (St. Marien) liegt am nördlichen Ende der Stadt und Herzog Johann hat sie 1594 neu erbauen lassen. Sie hat einen Turm, ist gewölbt und hat eine sehr gute Orgel. In den letzten Jahren wurde sie sehr verschönert. Bemerkenswert ist in der Kirche, ein die Austeilung des Abendmahles darstellendes Altargemälde. Im Jahre 1817 wurde ein neuer Kirchhof angelegt. Der Hauptprediger wird vom König ernannt. Der zweite Prediger, der in dänischer Sprache predigt, wird von der Gemeinde gewählt. Eingepfarrt: Mölbye.
- Neben der Kirche liegt das bereits im Jahre 1307 erwähnte St. Jürgens Hospital. Von dem Knappen Peter Stoed wurden dem Hospital folgende Güter und Ländereien geschenkt: Ulkeböl, Rottmarkskov, Sonderburg, Rakeböl und Dütteböl. Im Jahre 1437 bestätigte der Herzog Adolph die Privilegien des Hospitals. Im Jahre 1465 wurden von der verwitweten Königin Dorothea, zur besseren Versorgung der Armen, eine Verfügung über die Einkünfte des Hospitals erlassen. Es besitzt Land auf Alsen und in Sundewith, nämlich: 1 Halbhufe (*) in Dynth, 1 Vollhufe (*) und 1 Kathe (*) in Stenderup, 3 Hufen und 3 Instenstellen (*) in Dyppel, 1 Kathe in Wollerup, 1 Stelle in Kjär, 2 Stellen in Ulkeböl, 1 Stelle in Stolbroe, ferner besitzt das Hospital 62 Tonnen 6 Scheffel 23 Ruthen Land in der Nähe der Stadt. Es werden hier 12 Hospitaleinwohner unterhalten, denen außer freier Wohnung, Feuerung und Gartenland etwas Geld zukommt. Die Verwaltung des Hospitals erfolgt durch den Amtmann, den Magistrat und dem Probst.
Seit einigen Jahren ist hier eine Zwangsarbeitsanstalt vorhanden. 1837 wurde ein Verein für die Betreuung verwahrloster Kinder gegründet. Es gibt seit 1820 eine Spar- und Leihkasse. - Es sind 3 Stadtschulen, von denen die beiden größeren Caroline-Amalie- und Wilhelminen-Schule heißen. - Königliche Beamte sind hier: 1 Hausvogt und Branddirektor, ein Amtsverwalter, ein Zollverwalter, ein Hardesvogt, 3 Kontrolleure und ein Postmeister. Auch wohnen hier außer einem Physiker noch 3 Ärzte. - In Sonderburg werden drei Kramermärkte gehalten: am Donnerstag nach Pfingsten, am Laurentiustag und am Tag nach Michaelis, am 30sten September. Es gibt noch 3 Viehmärkte, Pferdemärkte jeden Dienstag in der Fastenzeit, sowie am 12.ten September. - Das Areal der Stadtländereien beträgt 65 Tonnen (*) a 260 Quadrat Ruthen (*), worunter sich 7 Tonnen auf Sundewith befinden. Eine Hospitalskoppel wurde von hiesigen Kaufleuten und Einwohnern gepachtet. Sie ist in Parzellen aufgeteilt und an Arme gegen eine kleine Pacht überlassen.
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock (5/2001)

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Südfall, eine kleine, zur Landschaft Pellworm gehörige Hallig in der Westsee, ½ Meile (*) südöstlich von Pellworm, Kirchspiel Neue-Kirche. Diese Hallig war vor der Flut 1634, bei der 46 Personen das Leben einbüßten, größer, und hat nachdem noch oft durch Stürme und Fluten gelitten. Im Jahre 1825 wurden die damals hier befindlichen 3 Wohnungen ein Raub der Wellen. Jetzt ist hier wieder ein Haus erbaut. – Areal: 341 Steuertonnen (*).
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock

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Südhörn, drei Landstellen und ein Haus, 2 Meilen (*) südwestlich von Tondern, Amt Tondern, Wiedingharde (*), Kirchspiel und Schuldistrict Klanxbüll. – Der Boden besteht aus Marschland, ist aber nicht von besonderer Güte.
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock

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Südmarsch, eine ehemalige Kirche in der Wiedrichsharde (*) auf der alten Insel Nordstrand, welche in einer Wasserfluth im Jahre 1362 untergegangen sein soll.
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock

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Süderstapel, Kirchdorf an der Eider, mit einer Fährstelle, in der Landschaft Stapelholm, 1 ¼ Meilen (*) südöstlich von Friedrichstadt, Provinz Hütten. Der Name Stapel soll angeblich dadurch entstanden sein, dass Engländer in früherer Zeit hier einen Stapelplatz hatten. Das Dorf besteht außer der Prediger- und Kantorwohnung aus 82 Vollstaven (*), zwei ¾-stellen und fünf ½-stellen, d. h. Stellen, deren Grundstücke unveräußerlich sind; ferner aus acht Kathen, sechzehn Instenstellen [26 Pflüge (*)]. Unter den Staven sind zwei so genannte wüste (*). In Süderstapel wohnen: der Landvogt, der Landschreiber, der Physicus, ein Controlleur, 7 Gastwirte, 2 Höker, 3 Bäcker, 2 Schmiede, 3 Schiffszimmerleute, 2 Schiffer, 4 Fischer und mehrere Handwerker und Gewerbetreibende. Ziegelei.
Alle Wohngebäude liegen ziemlich nahe aneinander, ausgenommen die Wohnung des Müllers, des Schleusenwärters und das Wirtshaus am sogenannten Ervderdamm. Die ansehnlichen Häuser liegen am Marktplatze, auf welchem vormals Ding und Recht gehalten wurde. Im Dorfe ist eine Apotheke. – Hauptschule in 2 Klassen. – Armenhaus (*). – Gefängnishaus. – Die hiesigen beiden Korn- und Graupenmühlen sortirten ehemals unter dem Obergerichte. – Kram- und Viehmärkte am 22.ten April und am 6.ten Oktober. Eine Schützengilde wurde 1588 und eine Mobiliengilde 1446 gestiftet.
Die vormalige Kirche wurde 1402 von den Dithmarschern abgebrannt; die jetzige, bis auf die Sakristei nicht gewölbte Kirche ist von Feldsteinen erbaut und an einer Seite mit einem ziemlich hohen Turm versehen; neben der Kirche steht ein Glockenhaus. Der Altar, die Kanzel und der Taufstein tragen Spuren des Altertums. Die Orgel stammt aus dem Jahre 1800. Außer dem Hauptaltar befand sich hier ehemals der Altar „ Unser lieben Frauen“, es war ein Vikar angestellt. – Der König ernennt den Prediger.
Eingepfarrt: Bohmlanderkoog, Deljerkoog, Drage, Frahmshof, Goschenfähre, Gooshof, Henningshof, Holmershof, Königsteinhof, Mildterkoog, Mildthof, Neulandshof, Norderfelderhof, Norderstapel, Oldenfelderkoog, Oldenkoog [ zwei Hufen], Osterfelderkoog, Osterkoog, Schlickkoog, Seeth, Späthgen, Steinschleuse, Süderfelderkoog, Süderstapel, Westerkoog, Ziegelhof. – Areal: 1634 Steuertonnen (*). - Die Feldmark der Dorfschaft besteht aus dem Geestlande, aus zweien Koogen dem Oster- und Westerkooge und dem so genannten Nordmoor. Nördlich vom Dorf sind 4 Grabhügel die Wollenberge genannt. In der Nähe dieser Hügel war vormals eine Schanze, auch sind im letzten Krieg auf dem Wege nach Seeth hin, mehrere Schanzen erbaut. – Gefecht am 8.ten September 1850. – Volkszahl des Kirchspiels: 2793 Personen; des Dorfes: 840 Personen.
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock

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Süderwisch, eine vergangene Kirche in der Pellwormerharde, auf der alten Insel Nordstrand, zwischen den Inseln Pellworm, Hooge und Norderoog. Sie soll im Jahre 1300 in der Wasserflut untergegangen sein.
Quelle: Schröder/Biernatzki
Transcribtion des deutschen Textes: Ute Boock

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Last Up-date: 06.04.2007 © U.&W. Boock

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